Eine Schlaganfallstation (Stroke Unit) ist eine stationäre Sondereinrichtung, die besonders zur Behandlung von Patienten/Rehabilitanden mit einem Schlaganfall in der Akutphase ausgelegt ist.
Unsere im Januar 2005 eröffnete Stroke Unit umfasst 4 Betten und wird gemeinsam mit einer 8 Betten umfassenden Neurologischen Intensivstation betrieben.
Im Oktober 2010 wurde unsere Stroke Unit nach dem Qualitätsstandard der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zertifiziert.
Wichtig ist, dass Patienten/Rehabilitanden mit einem Schlaganfall schnellstmöglich in eine für diese Erkrankung spezialisierte Einrichtung eingewiesen werden. Eine besondere Behandlungsform, die sogenannte „Lysetherapie“ (Auflösung von Blutgerinnseln in Gefäßen im Gehirn), kommt in der Regel nur für Patienten/Rehabilitanden in Frage, die die BDH-Klinik innerhalb von drei Stunden erreichen.
Mit hohem personellen und technischem Aufwand werden Schlaganfallpatienten
in der Akutphase umfassend betreut. Wichtige Ziele sind die Akuttherapie, die Klärung der Schlaganfallursache, die Sekundärprävention und die Vermeidung bzw. adäquate Behandlung potenzieller Komplikationen. Bereits am ersten Behandlungstag beginnt auf der Stroke Unit die individuell abgestimmte Rehabilitation.
Zur Optimierung der medizinischen Betreuung ist es notwendig, die meisten
diagnostischen Schritte auf der Stroke Unit selber durchzuführen. Die Stroke Unit der BDH-Klinik Hessisch Oldendorf verfügt über die apparative Ausstattung für alle neurosonologischen und echokardiografischen Diagnoseverfahren.
Die Behandlung der Patienten/Rehabilitanden auf der Stroke Unit erfolgt nach hausinternen Standards, die sich selbstverständlich an den Leitlinien der DGN und den Empfehlungen der EUSI orientieren. Damit der Leistungsanspruch an die Stroke Unit erfüllt werden kann, ist ein engagiertes, multiprofessionelles Team aus Pflegerinnen und Pflegern, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Neuropsychologen, Sozialarbeitern und Ärzten vorhanden.
Nach der Akutbehandlung kann die weitere Rehabilitation (z. B. Anschlussheilbehandlung) in unserer Einrichtung erfolgen, und zwar nahtlos (d. h. ohne Wartezeiten) und übergreifend. Dies hat für die Patienten/Rehabilitanden viele Vorteile: Sie erhalten die Behandlung von der Akutphase auf der Stroke Unit bis hin zur vollständigen Rehabilitation aus einer Hand. Ein solches phasenübergreifendes und integriertes Modell der Schlaganfallbehandlung sucht in Deutschland seinesgleichen.
Etwa 250.000 Bundesbürger erleiden jährlich erstmals einen Schlaganfall. Rund die Hälfte der Patienten sind zum Zeitpunkt des Ereignisses im erwerbsfähigen Alter.
Lähmungen, Gangunsicherheit, Seh-, Gedächtnis- und Sprachstörungen sind die typischen Folgen eines Schlaganfalls. Ein Drittel der Betroffenen wird in den nächsten sechs Monaten nach einem Ereignis an den Folgen gestorben sein, ein Drittel trägt mehr oder minder schwere Behinderungen davon, und ein Drittel übersteht den Schlaganfall ohne nennenswerte Folgen.
Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und die häufigste Ursache dauerhafter Behinderung.
Es gibt zwei Arten von Schlaganfällen:
Beiden Schlaganfallarten ist gemeinsam, dass Nervenzellen im Gehirn nicht mehr genug Sauerstoff erhalten und dadurch absterben. Diese Vorgänge sind mit einem Herzinfarkt vergleichbar. Der Unterschied zwischen einem Hirninfarkt und einem Herzinfarkt besteht darin, dass bei einem Hirninfarkt in der Regel keine Schmerzen auftreten und der Patient/Rehabilitand daher nicht so schnell einen Arzt aufsucht. Die Nervenzellen im Gehirn sind aber sehr empfindlich und können Sauerstoffmangel nur sehr kurze Zeit tolerieren. Deshalb gilt: Jeder Schlaganfall ist ein Notfall!
Ein Schlaganfall äußert sich häufig durch folgende plötzlich einsetzende Symptome:
Schlaganfall-Symptome können in manchen Fällen nach einigen Minuten vollständig abklingen. Es handelt sich dabei um eine so genannte transitorische ischämische Attacke (TIA). Auch hierbei handelt es sich um einen Notfall, da die Gefahr für einen weiteren Schlaganfall hoch ist.
Bei Verdacht auf einen Schlaganfall muss schnell gehandelt werden. Denn: Durch rasches Handeln und dementsprechend frühen Beginn der Therapie können Gehirnzellen vor dem Absterben gerettet und Folgekomplikationen gemindert werden. Die geistigen und körperlichen Folgen des Schlaganfalls werden dadurch begrenzt oder vollständig vermieden.
Absolute Arrythmie
unregelmäßiger Herzschlag
Amnesie
Gedächtnisstörung
Antikoagulation
Blutverdünnung
Apoplex
Schlaganfall
Aphasie
Sprachstörung
Arteriosklerose
“Gefäßverkalkung”
Computertomografie
Schichtaufnahme (Röntgen)
Diabetes
Blutzuckererhöhung
Dopplersonografie
Ultraschall der Gefäße
Dysarthrie
Sprechstörung
Echokardiografie
Ultraschall des Herzens
Embolus
Blutpfropf (von Halsgefäßen
oder vom Herzen ausgehend)
Hirnblutung
Blutaustritt ins Hirngewebe
Hirndrucktherapie
medikamentöse Therapie
bei Hirnschwellung
Hirninfarkt
Minderdurchblutung des
Hirngewebes, Ischämie
Hirnödem
Hirnschwellung
Hypercholesterinämie
erhöhte Fettwerte
Hypertonie
erhöhter Blutdruck
Kernspintomografie
Schichtaufnahme
(Magnetfelder)
Parese
Lähmung
Prophylaxe
Vorbeugung
Stenose
Gefäßverengung
Stroke Unit
Schlaganfallstation
Thrombus
Blutpfropf (in den Hirngefäßen
selbst entstehend)
Thrombozyten
Blutplättchen, u. a. für die
Blutgerinnung zuständig
TIA
Transitorisch Ischämische
Attacke (”kleiner Schlaganfall”)
BDH-Klinik Hessisch Oldendorf • Greitstraße 18–28 • 31840 Hessisch Oldendorf • E-Mail schreiben